Monat: März 2019

 

Apés Ski am Strand

Hinaus aus dem Skianorak, reinschlüpfen in den Bikini? Für alle, die sich nicht so recht entscheiden wollen, gibt es tatsächlich Ferienziele, in denen man Badespaß und Pistenvergnügen verbinden kann. Wir haben herausgefunden, wo die Berge noch zum Skifahren locken, aber am Wasser die Strände schon zu sonnigen Spaziergängen oder aber zum ersten Baden im Meer einladen. Hier existiert Wedelspaß mit Seeblick! Nur eine Stunde Fahrt von den schattigen Prachtstraßen der Costa del Sol liegt Europas südlichster Skiort. 17 moderne Lifte und Bergbahnen bringen Sportler in der Sierra Nevada auf die glitzernden Firnhänge des Ski-WM-Gebiets des Jahres 1996. Schnee aus 400 Kanonen kümmert sich so um die Piste. Am Fuß der insgesamt hunder Kilometer langen Abfahrten verschwinden die Fahrzeuge in der allergrößten Parkgarage die es in Spanien gibt. Die Pisten sind zwischen 2100 und 3305 Meterund die Saison geht bis Ende April. Das Après-Ski geht dann wieder am Strand ab. In der Zwischenzeit sind Strandtage auf dem Plan, bei denen man am Pool relaxt oder das ausladende Sportprogramm ausprobiert.

Aber auch in einer anderen Region im Mittelmeer existiert ein Skigebiet. Nämlich auf Mallorca. Von der geräumigen Finca direkt zur Skipiste. Die hat dort eine respektable Gesamtlänge von 23 Kilometern. Einfach eine Mallorca Finca mieten und es kann schon losgehen.

Von der Piste an die Küste

Mit der Skiausrüstung an die Côte d’Azur? Na klar!. Dort sind Berge und Meer so nah zusammen wie sonst selten. Von Nizza ausgehend ist man in nur einer Stunde auf den Pisten der Alpen, wo respektable Skistationen wie Valberg, Auron oder Isola 2000 zum Skifahren einladen. Später zum Bummel über die Strandpromenade ist man schon wieder am Wasser. Auf diese Weise können Sie Skifahren und Sonnenbaden in einem Urlaub verbinden, schließlich hatte sich Nizza um die Winterspiele im Jahr 2018 beworben (die dann allerdings nach Südkorea gingen). Hin kommt man übrigens ziemlich unkompliziert: Nizza wird von der Lufthansa und Air France als 99-Euro-Ziel ab zahlreichen deutschen Flughäfen angeboten. Weiter geht es mit dem sog „Bus Neige“, dem Schneebus, für schlappe acht Euro nach Isola 2000 und wieder zurück. Die Saison dauert in Isola 2000 bis Ende April. Schnee oder nicht Schnee? Dazu kann man in Griechenland das sagenumwobende Orakel von Delphi befragen. Und danach bei einer positiven Antwort gleichdirekt auf die Piste starten: Von Delphi fährt man in in 30 Minuten nach Griechenlands Skiort Arahova in der Parnass-Bergregion.

Oberhalb der Station Kellaria öffnet sich an der Stelle ein erstaunlich weitläufiges und schneesicheres Areal von gut 35 KM mit großartigen Aussichten. Weit reicht an schönen Tagen die Aussicht über den kompletten Golf von Korinth. Erst am 30. April schließen am Parnass die Lifte. Die Skihütten servieren Moussaka und Ouzo.

Skihallen, Schnee im Kühlschrank

Skihallen – Pistengaudi im Kühlschrank

Was für den Betreiber misslich ist, gerät für den freiheitsliebenden Wintersportler zum Vorteil: eine riesige Halle für sehr wenige Skifahrer – in solch einer Situation bekommt der Liedtext eines Abba-Songs, der aus den Lautsprechern dudelt, einen neuen Sinn. Einsamkeit. Die Zeile „there’s not a soul out there“ bringt mich zum Grinsen. Ein gemachter Mann, geht’s sofort wieder runter. Immer wiederkehrend. Nach einer Stunde ist mein Bedarf an Skispaß erfüllt und auch der an beschwingter Oldiemusik, die bald kalten Ohren dringt. Oben am Berg bringt der 19-jährige Jost seiner Freundin Katrin gerade die ersten Schritte aufm Snowboard bei. Mit drei Freunden haben sich die Studenten aus Lüneburg auf den Weg gemacht. Entspannt sitzen sie im Schnee oder rutschen mit großen Schwüngen bis zur Mittelstation, wo ein Fließband sie wieder herauf bringt. Julian, ebenfalls Snowboarder und schon Skihallen-erprobt. Ich hingegen habe genug. Ohren auftauen, lautet die Devise, und ab nachhause. Ob ich vielleicht mit die Familie am Wochenende wieder herkommen sollte? Oder vielleicht doch lieber an den Ostseestrand? Die Wahl fällt schwer. Der Zuschlag für die Skigaudi könnte daran scheitern, dass schon die Suche nach warmen Mützen bei 25 Grad Außentemperatur in schieflage Überwindung kostet.

Der 66. Vierschanzentournee der Skispringer steht trotz teilweise milder Temperaturen und Regen nichts mehr im Wege. Tournee-Präsident Johann Pichler. Bei den vier Wettkämpfen in Deutschland und Österreich werden über 100.000 Zuschauer erwartet. Klare Favoriten nicht mehr da sein. In den bisherigen Saisonspringen gab es einige Premierensieger wie den Oberstdorfer Lokalmatador Karl Geiger, der am vergangenen Samstag bei der Tournee-Generalprobe im Schweizer Engelberg triumphiert hatte. Lindsey Vonn kehrt im Januar in den Weltcup zurück. Ski-Olympiasiegerin Lindsey Vonn kommt bald zurück. Anfang Januar will sie wieder Weltcup-Rennen fahren. Das gab die 34 Jahre alte Amerikanerin in den Sozialen Netzwerken bekannt. Vonn hatte den Start der WM-Saison wegen einer erneuten Knieverletzung verpasst. Nach fast einem Jahr Pause zurückgekehrt: Heidi Zacher. Die deutschen Skicrosser haben beim Weltcup-Auftakt in Arosa die Podiumsränge verpasst. Florian Wilmsmann wurde in der Schweiz als bester Deutscher Siebter. Er war einer von vier deutschen Athleten, die es in die K.o.-Runden schafften. Daniel Bohnacker kam im ersten Rennen nach seiner Kreuzband-OP im Januar 2018 ins Viertelfinale. Auch Heidi Zacher gab elf Monate nach ihrem Kreuzbandriss ihr Comeback. Wegen der schlechten Witterungsbedingungen und der Absagen der Rennen in Val Thorens (Frankreich) und im Montafon (Österreich) waren die Skicrosser verspätet in ihren WM-Winter gestartet. Die Siege gingen fast Schweizer Lokalmatadoren Jonas Lenherr und Fanny Smith.

Die Pause beim Schneefall wird genutzt: Abgeschnittene Orte werden mit Vorräten beliefert, Lawinen werden – weitestmöglich – kontrolliert abgesprengt. So lange das Wetter es erlaubt, sind alle verfügbaren Hubschrauber in der Luft. Sie können das Gelände erkunden und wenn nichts dazwischenkommt auch Lawinen kontrolliert sprengen. Doch bald wieder werden die Hubschrauber am Tiefpunkt bleiben müssen. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes für die Nordalpen: Drei Tage lang soll es durchgehend schneien. Bilder, die das österreichische Bundesheer zur Verfügung gestellt hat, zeigen Soldaten am 7. Januar auf einem Wettererkundungsflug. Umso mehr die Lawinenschutzbauten bereiten den Einsatzkräften Sorgen. Denn auch diese müssen sich irgendwann den Schneemassen kapitulieren. Christoph Preimesberger ist Leiter der Bergrettung in Hallstadt in Oberösterreich. Doch das Problem sei, dass dort derzeit schon knapp fünf Meter Schnee liege. In den Alpenregionen besteht weiter Lawinengefahr: Das sind die typischen Lawinenarten. Lawinenexperten warnen davor, die vorübergehende Wetterberuhigung als Entwarnung zu verstehen. Ob erfahren oder unerfahren – Wintersport bei hoher Lawinengefahr bleibt eine gefährliche Angelegenheit. Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Januar 2019 um 12:09 Uhr.

Und er versuchte, wie er Freunden sagte, „sich von der Politik nicht auffressen zu lassen, sich ganz bestimmt sein Privatleben zu erhalten“. Er blieb seinen Hobbys treu: Als Vorsitzender einer neu gegründeten „Gesellschaft für Informationstechnologie“ propagierte er das Internet. Nach dem Krebstod des Über-Vaters wurde Baschar inthronisiert, zum Generalsekretär der Partei ernannt und einen Monat später in Direktwahl vom Volk abgesegnet. 97,29 Prozent Jastimmen – ein Abstufung Misstrauen, Assad Senior hatte zuletzt 99,987 Prozent erreicht. Beim Parteikongress im Juni 2000 verriet der neue, sonst so geheimnisvoll schweigsame Machthaber erstmals die Leitlinien seiner Politik: Er wolle „wie die Staat oder Frankreich“ den Sozialismus flexibel handhaben und die verkrustete Wirtschaft reformieren. Er werde die Korruption im Land entschieden bekämpfen und mehr Rechtssicherheit schaffen. Er suche den Frieden, aber Gespräche mit „Hardlinern“ in Israel, die den besetzten Golan nicht gesamt zurückgeben wollten, hätten keinen Sinn. Vielmehr gehe es um eine Wiederbelebung der großarabischen Front – mit Syrien als Speerspitze. Beispielsweise tastet sich Baschar al-Assad innen- und außenpolitisch voran.

Man habe noch und nöcher Kunden aus der Region. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Zielgruppe fürt Heliskiing nicht wirklich untern Gästen der Zwei- oder Drei-Sterne-Häuser zu finden sei. Das gelte aber für Lech und Zürs insgesamt, man müsse hier Luxusprodukte anbieten, um im Konzert der großen Destinationen wie St. Moritz und Zermatt mitspielen zu können. Nach knapp tausend Höhenmetern schwingt die Gruppe von Erhard Wallner durch lichten Baumbestand, passiert zwei Tourengeher beim Aufstieg und folgt schließlich einem engen Forstweg zum Grund des Zugertales. Unten angekommen, sorgt der Einkehrschwung beim idyllisch gelegenen Gasthaus Älpele für eine kurze Verschnaufpause und die Gelegenheit, die Ereignisse der letzten halben Stunde Revue passieren zu lassen. Das komfortable Vergnügen findet bald ein kräftezehrendes Ende, denn vielleicht Anschnallen, um in der kräftigen Mittagssonne mit Stockschüben und Schlittschuhschritten die gut zwei Kilometer zurück nach Zug zu gleiten. In den harten Sesseln des betagten Liftes auf den Balmengrat rattern die Freerider schließlich zurück in die normale Skifahrerwelt.

Der britischen Handelskammer zufolge haben bereits Tausende Firmen aus allen Branchen ihre Notfallpläne für einen ungeordneten Brexit aktiviert. Die bisher bekannt gewordenen Pläne seien nur die „Dunkelziffer“, teilte die Kammer mit. Die Details einiger Pläne zeigen, wie vielfältig die Folgen eines No-Deal-Brexits für Firmen, Arbeitnehmer und Verbraucher im Vereinigten Königreich wären. Selbst wenn es doch noch zu einem Abkommen das EU kommt, haben viele Unternehmen bereits gravierende Veränderungen beschlossen – etwa die Verlegung von Europazentralen in die EU. Auch die britischen Abgeordneten bekommen bald die Hängepartie beim Brexit zu spüren – allerdings dürften sie das verschmerzen können: Die einwöchigen Parlamentsferien im Februar, von vielen zum Skifahren genutzt, werden gestrichen. Aus Jux und Tollerei könne die für den EU-Austritt notwendige Gesetzgebung rechtzeitig bewältigt werden. Die Amt bereitet sich ebenfalls auf den Brexit vor – ihr Chef Detlef Scheele betont aber, Arbeitnehmer in Deutschland müssten sich grundsätzlich unbesorgt sein. Natürlich seien Branchen betroffen wie die Luftfahrtindustrie, Verkehr und Logistik, so Scheele. Die Agentur bereite sich hierbei Bundesarbeitsministerium zusammen vor, dabei gehe es auch annäherungsweise Abwicklung von Transferleistungen wie Arbeitslosengeld.

Lawinengefahr

Skifahrer und Lawinengefahr – Es bleibt immer ein Restrisiko

Thomas Bucher ist Sprecher des Deutschen Alpenvereins. Wie kann man sich noch retten, wenn eine Lawine auf einen zurast? Bucher: Eine solche Situation an der Zeit sein definitiv vermeiden, Prävention ist hier Essenz. Wenn ich in einer Lawine bin, bin ich dem Schicksal ausgeliefert. Man kann theoretisch zwar ein, zwei Dinge tun, sollte möglichst mit Schwimmbewegungen an der Oberfläche bleiben, sollte versuchen, Skier und Stöcke von sich zu bringen, weil die wie ein Anker wirken. Unbedingt den Airbag auslösen. Aber trotzdem wird man panisch und denkt gewiss nimmer fast Notfallregeln, die man irgendwann gelernt hat. Es hat schon tödliche Unfälle gegeben, in denen die Opfer den Airbag nicht ausgelöst haben. Erkenne ich denn immer, dass ich in einer Lawine bin? Bucher: Meist gibt es keinen lauten Knall, sondern allenfalls ein Zisch-Geräusch. Dass man in einer Lawine ist, bemerkt man oft erst, wenn alles um einen herum springlebendig ist und wenn der Schnee Schollen bildet.

Unbeachtlich einer Sache von Skiliften setzt jede Abfahrt zuallererst einen atemberaubenden Aufstieg voraus. Skifahrer schnallen Felle unter, und Snowboarder benutzen zerlegbare Boards. Die Autoren des einzigen Ski-Führers für Bamijan empfehlen überdies den „Esel-Lift“: Man miete im nächsten Dorf einen Esel und reite bergauf. Die winters geöffneten Gästehäuser bieten kaum allzu ein Bett und einen Holzofen. Après-Ski besteht aus Tee, Kebab und Gesellschaftsspielen. Doch die Berglandschaften sind großartig und die Abfahrten die einsamen, unberührten Hänge hinunter scheinbar endlos. Das zog auch die Snowboard-Profis aus Neuseeland und Australien an, die Ende Februar nach Bamijan kamen, um einen Dokumentarfilm zu drehen. Bevor sie von einer selbst gebauten Schanze aus über Kinder und Esel springen durften, bedurfte es indes einiger Überzeugungsarbeit im Dorf. Bis zum sowjetischen Einmarsch 1979 kamen jährlich Tausende Touristen nach Bamijan. Sie wanderten durchs Gebirge, rasteten am tiefblauen Band-e-Amir-See und bewunderten die Buddhas. Doch der Fremdenverkehr beschränkte sich weitgehend auf den Sommer, Wintersport war in der Gegend unbekannt. Bei Kabul hatten unternehmungslustige Afghanen schon so einige Schlepplifte gebaut, doch die standen bald wieder still.

Südkoreas Präsident Moon arbeitete als Menschenrechtsanwalt, Nordkoreas Machthaber Kim hat sich keine Gelegenheit auslassen seiner politischer Gegner entledigt: ein Porträt ungleicher Verhandlungspartner. Der Mann folgt seinem eigenen Rhythmus. Bei allen Aufmärschen in Pjöngjang – und davon gibt es etliche jährlich erneut – erklingt derselbe Marsch: ein Ohrwurm, der die Massen fröhlich und kampfbereit stimmen soll. Und der zeigen soll, wer die Zügel mit gezücktem hält im Staate Nordkorea: Kim Jong-un. Als er die letzte zeit Dezembertagen des Jahres 2011 die Macht von seinem verstorbenen Vater Kim Jong-il übernahm, blühten die Spekulationen. Wie lange würde sich der junge – damals noch sehr knapp 30-jährige – Diktator im Sattel halten? Ist er ein einziger Marionette des alten, von Militärs beherrschten Apparats? Wird er versuchen, das Land behutsam zu öffnen? Schließlich ist er der erste der Familie, der im westlichen Ausland gelebt hat – Hand in Hand gehen Internat in der Schweiz. Dort galt der Sohn der dritten Frau seines Vaters als scheu. Er liebte Basketball und Skifahren und Actionfilme mit Jean-Claude van Damme. Noch davor, als Achtjähriger, soll er in einer Generalsuniform im väterlichen Palast herumstolziert sein und verkündet haben, er wolle Staatschef werden.

0,58) konnte die Bestzeit nicht knacken und fiel hinter Shiffrin zurück, sorgte aber für Jubel bei den Schweden: Denn eine Medaille hatte sie jetzt schon sicher. Holdener zeigte Nerven, patzte und vergab ihre Medaille. Sie verpasste ein Tor, musste zurücksteigen und kam mit über fünf Sekunden Rückstand ins Ziel. Shiffrin schrieb dagegen weiter an ihrer alpine Erfolgsgeschichte. Die Ausnahmefahrerin war zuvor schon bei den WM in Schladming 2013, Vail 2015 und St. Moritz 2017 nicht zu schlagen. DSV-Starterin Christina Geiger zeigte sich ebenfalls angriffslustig und kurvte einen starken ersten Lauf in den Schnee. Als Siebte war sie nur 1,36 Sekunden von einem Podestplatz entfernt. Die 29-jährige Oberstdorferin ging aussichtsreich in den zweiten Lauf, doch den brachte sie nicht nach untern. Deshalb fuhr Teamkollegin Lena Dürr das beste DSV-Ergebnis ein. Die hatte als 15. schon 2,37 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Auch Dürr setzte auf die zweite Chance und wollte versuchen, „nach vorne zu attackieren“. Das gelang der 27-Jährigen auch. Dennoch gab es für Platz elf ein einzelner „okay. Die Platzierung nö das, was ich mir erhofft hatte“, so die Bayerin etwas enttäuscht. Für Marlene Schmotz war das Rennen schon nach dem ersten Lauf, den die 24-Jährige aus Fischbachau erst als ins Ziel brachte, beendet.

Noch Präsent kann der Personaler der Firma die Infos überprüfen, die Intelligenzbestien herausfischen – und später formvollendet anwerben. Auch Workshops oder Fallstudien-Seminare an den Universitäten sind gewissermaßen Treibjagden der nachwuchshungrigen Betriebe. Was sich schon darin zeigt, dass man sich „bei den meisten Events dieser Art bewerben muss“, sagt Michael Hies. Solche Veranstaltungen werden oft von den Karrierebüros der Universitäten organisiert. Sie vermitteln zwischen Studenten und Wirtschaft. Julia Monzel vom Career Service der Uni Köln. Alles muss stimmen, Noten, Praktika, Ausland, Philanthropie – am liebsten würden die Firmen die vermuten lassen frei Haus geliefert bekommen. Doch eine Bestenliste rücken die Unis nicht heraus. Private Hochschulen wie beispielsweise die Bucerius Law School in Hamburg tun sich damit naturgemäß leichter; sie bieten ihren Förderern die gezielte Suche in ihrer Datenbank an. Geradezu verstaubt mutet dagegen das Praktikum an, der klassische Weg, Talente zu entdecken. Der Student lernt nicht Wildwasserfahren, sondern übt Alltagsmaloche, und die Chefin prüft, ob der Kerl nur akademische Höhenflüge kann oder auch die Mühsal der Ebene bewältigt.

Skifahren Afghanistan

Skifahren in der Provinz Bamijan in Afghanistan

Den Anstoß zur Entwicklung des Skigebiets Bamijan gab 2010 die Aga-Khan-Stiftung in Genf. Sie gab einen Reiseführer in Auftrag, brachte Einheimischen das Skifahren bei und heuerte internationale geprüfte Tourenführer an. Ein schweizerischer Journalist organisiert seit 2011 ein Skirennen: Dieses Jahr gingen Anfang März zehn Afghanen und fünf Ausländer an den Start, darunter ein AP-Reporter. Das Rennen über sieben Kilometer umfasste einen 500-Meter-Aufstieg mit Fellen und eine Abfahrt durch tiefen Pulverschnee. Afghanen belegten mit großen Abstand die ersten drei Plätze – weniger aufgrund ihrer Abfahrtskünste, sondern weil sie so schnell aufsteigen konnten. Viele Einwohner von Bamijan unterstützen das Ski-Projekt, andere aber sträuben sich. Entstehen Klagen, dass Skiläufer nahe daran von Wohnhäusern urinierten, dass sie Frauen fotografierten und womöglich die Kinder vom Koranstudium ablenkten. Doch die Dorfjugend hat einen Heidenspaß dabei, mit gespendeter oder selbstgebastelter Ausrüstung durch den Schnee zu pflügen. Der 16-jährige Arif hat sich aus Brettern und flachgeklopften Blechdosen etwelche Skier gezimmert. Die knospende Wintertourismusbranche zeigt erste, kleine Erfolge. Der 28-jährige Unternehmer Gull Hussein gründete voriges Jahr ein Reisebüro und bietet ein dreitägiges Pauschalpaket für knapp 240 Euro an. Darin enthalten sind Unterkunft, Transfers, Leihski und geführte Touren. Rund 70 Ausländer haben schon gebucht, in der Mehrzahl Urlauber kommen jedoch aus Kabul. Ali Schah Farhang ist der erste einheimische Tourenführer Bamijans. 20-jährige Student lernte vor einem Jahr von einem italienischen Skilehrer das Skifahren und führt jetzt ausländische Gäste in die Berge. Er verdient monatlich 75 Euro von der Aga-Khan-Stiftung und zusätzlich 23 Euro pro Tour. Das ist Valuta unteilbar Land, im ein Durchschnittsbeamter in der Hauptstadt 150 Euro verdient. Auf dem flachen Lande in Bamijan ist es ein Vermögen.

Als er ihn erreicht hatte, wollte Blatter Schranz die frohe botschaft des Siegs überbringen „und hat mir dann noch als Wiedergutmachung eine Uhr geschenkt“. Die Methode, mit Präsenten Leute zu besänftigen, hatte Blatter damals schon gelernt. Erst langsam hatte sich Schranz wieder beruhigt, dann ließ er sich überreden, zur Siegerehrung zurückzukehren. Dätwyler habe es „als fairer Sportsmann“ hingenommen, dass ihm der vermeintliche Sieg wieder weggenommen wurde, sagt Schranz. Der Schweizer hat allerdings jahrelang mit diesem Tag gehadert, nie wieder ist er dem Sieg in Kitzbühel so nahgekommen. Schranz‘ Sieglauf von 1969 hat es nicht nur in die Anekdotensammlung der Steif geschafft, er kam sogar ins Kino. Hollywood drehte in jenem Winter den Film „Schussfahrt“ mit Robert Redford. Wochenlang trieb sich das Filmteam an den großen Pisten herum, „die haben überall gedreht, am Lauberhorn in Wengen und natürlich auch in Kitzbühel“. Redford ist er in diesem Winter mehrfach begegnet, ein Aufeinandertreffen zweier Superstars. Wer war der Größere? Den Film habe er sich später unter Hollywoodstar Natalie Wood angeschaut, „der war schon sehr amerikanisch gedreht, da ging es nur um Siegen und Verlieren“. Über die Episode einer der falschen Zeitmessung habe er „später damit Sepp noch öfter gesprochen, und es ist drüber gelacht“. Blatter und Schranz haben schließlich nicht nur den damaligen Nachmittag auf der Streif gemeinsam, sondern auch ihre herzliche Beziehung zu Wladimir Putin. Schranz gehörte zu den Lobbyisten, die sich für die Ausrichtung der Winterspiele in Sotschi starkgemacht haben. Das hat ihm Putins Freundschaft eingebracht, aber auch viel Kritik. Lieber redet Schranz darüber, wie sehr der Skisport sich verändert hat und doch der gleiche geblieben ist. Und gefährlicher ist die Abfahrt aus seiner Sicht auch nicht geworden. Erst recht aber ist heute die Zeitmessung zuverlässiger.

Dann sagt Abdullah II. In Bezug auf spontan. Die Sicherheitsmannschaften sperren in solchem Fall Stunden vorher das Terrain ab, Fernsehreporter eilen herbei und machen aus dem Ausflug ein inszeniertes Ereignis. Der Haschemitenkönig schiebt gegen diesen Einwand seinen Körper wie eine Sprungfeder zum Angriff nach vorne, Zornesröte im Babyface. Es klingt wie die Geschichte von Harun al-Raschid, dem Kalifen von Bagdad: Er verkleidet sich und schleicht sich aus dem Palast. Erkundungen verkleidet und plane, das auch künftig „im Abstand von wenigen Wochen“ zu tun, verriet der König im letzten Jahr Reportern. Ganz gleich, was Abdullah bei seinen geheimen Ausflügen an Erkenntnissen gewonnen haben mag, umgesetzt hat er in seiner zweijährigen Amtszeit wenig. Jordaniens Arbeitslosenquote liegt bei 27 Prozent, die Bauern leiden unter der extremen Wassernot. Der König, der so gern populär wäre, wird an seinem charismatischen und durchsetzungskräftigen Vater gemessen. König Hussein wusste, dass sein Nachfolger es nicht leicht haben würde. Abdullah war nicht seine erste Wahl.

Die Schnellsprecherin („Gut, dass Sie ein Tonband dabei haben“) weit gefehlt nur die erste Düsseldorfer Regierungssprecherin, sie hat nicht einmal ein Parteibuch. Das brachte ihr bei ihren Studenten Respekt ein, weil „sie wegen der Leistung genommen wurde und nicht auf Parteiticket fährt“, dahingehend Student aus ihrer Fachschaft. Als Journalistin wäre ein Parteieintritt für sie nie in Frage gekommen, jetzt empfände sie das als „alberne, nachträgliche, opportunistische Legitimierung“. Immerhin wählt sie meistens SPD – aber auch dann und wann politische Kraft. Während Clement, 60, kürzlich erklärt hat, er wolle auch bei der Landtagswahl 2005 wieder antreten, will sich Meckel lieber Schwanken. Schon nicht im Entferntesten beim Thema Kinder, die sie sich allenfalls „virtuell vorstellen kann“. In ihrem neuen Job ist es auch besser, nicht allzu langfristig zu planen. Seit Clement vor knapp drei Jahren antrat, sind bereits zwei Regierungssprecher gegangen. Der eine wurde geschasst, der andere hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Schön für Meckel, dass sie jederzeit an eine Universität zurückkehren könnte.

Das jahrelang erfolgsverwöhnte deutsche Slalom-Team ist in eine Mini-Krise geschlittert. In Zagreb schafften es am Sonntag von sieben gestarteten Athleten nur zwei in den Finallauf. Die Kritik wird lauter – auch von den eigenen Leuten. Harte, aber ehrliche Worte. Ausgesprochen von Linus Straßer. Der Münchner Slalomfahrer kämpft noch um seine WM-Norm. In Zagreb schied er schon im ersten Durchgang aus. Bei seinen sechs Weltcup-Starts des Winters kam er nicht einmal in die Punkteränge. Für die garantierte WM-Nominierung verlangt der Deutsche Skiverband einen Platz unter den ersten Acht oder zwei Top-15-Ränge im Weltcup. Und nicht nur Straßer steckt in der Krise. Auch seine Ski-Kollegen enttäuschten. Gleich fünf Starter verpassten beim ersten Weltcup des Jahres den zweiten Durchgang. Dominik Stehle scheiterte als 34., Straßer als 47. Noch schlimmer erging es Sebastian Holzmann, David Kletterer und Fritz Dopfer, die das Ziel nach Fahrfehlern nicht erreichten. Auch bei Felix Neureuther fehlt die Konstanz. Nach einem schweren Fahrfehler im ersten Lauf lag er nur auf Rang 23, zeigte dann aber Comeback-Qualitäten und verbesserte sich um 15. Plätze. Noch vor drei Jahren waren Felix Neureuther und Dopfer regelmäßige Kandidaten fürt Podest, Straßer galt als angehender Spitzenmann im Slalom. Das Abschneiden seines Teams – abzüglich Neureuther – enttäuschte Bundestrainer Mathias Berthold in Zagreb. Hinblick auf das anstehende Technik-Wochenende in Adelboden mit einem Riesentorlauf und einen Slalom. In der Schweiz könnten sich seine Schützlinge revanchieren, meinte der Coach. Danach stehen noch weitere Slalom-Klassiker in Wengen, Kitzbühel und Schladming an. Straßer vor der Abreise aus Kroatien.

Skigebiet Österreich Arlberg

Skifahren in Österreich Heliskiing in Lech Am Arlberg

Die plötzliche Stille und das Glitzern der aufgewirbelten Kristalle im Licht der Morgensonne Acht geben einen magischen Moment. Jetzt liegt es an Guide Erhard Wallner, seine Kunden zu den besten Hängen zu führen. Heliskiing wird auch in Lech am Arlberg seinem Image als dekadenteste Form des Schneesports gerecht. Der Trip hierbei Tragflügler ist eher nichts für Studenten oder finanziell klamme Skifahrer: Zwischen 390 und 410 Euro kostet ein Einzelflug für drei Personen plus Bergführer. Sichtbar werden allerdings viele Tiefschnee-Fans, die fürs Vergnügen die Preise für gerechtfertigt halten. Für sie stellt das Heliskiing eine Art Königsdisziplin dar, die man zumindest einmal im Leben absolviert haben sollte, da nur dabei Fluggerät abgelegene und unberührte Tiefschnee-Spots kurz hintereinander zu erreichen sind. Zumindest trifft dies für Regionen wie Kanada zu, wo einzelne Unternehmen Areale von welcher Größe des Saarlandes anfliegen. In Lech am Arlberg teilen sich Fluggäste die zwei Berge Mehlsack und Schneetäli mit den vielen Tourengehern. Allerdings nicht an diesem Morgen, denn die Heli-Truppe ist so zeitig am Berg, dass das Fußvolk ohne die geringste Aussicht hat.

Die Bundesagentur rekrutiert damit Pflegekräfte auf dem Balkan, den Philippinen und in Tunesien. Und sie vereinfacht den Prozess massiv: Bei den deutschen Botschaften auf dem Westbalkan warten Arbeitsmigranten sonst bis zu ein Jahr auf einen Termin. Die Botschaften sind von den vielen Anfragen nach Arbeitsvisa überfordert. Mit Triple Win geht es leichter. Wartezeiten für Termine, so steht es auf der Botschaftsseite, gibt es mit dem Programm nicht. Alles soll schnell gehen. Und effektiv. Statt unverhältnismäßig ein Jahr brauchen die Pflegekräfte bei Triple Win etwa ein halbes für den gesamten Prozess. 40.000 Euro hat das Klinikum für die Vermittlung der zehn Arbeitskräfte gezahlt. Heuer sollen noch zehn weitere kommen, wie jetzt Anastasija. Wenn sie Deutsch spricht, dann drückt sie sich besonders gewählt aus. Das Weggehen, sagt sie etwa, „liegt in der Erbinformation meiner Familie“, es war eine Zeitlang geplant. Die Eltern zahlten die Sprachkurse. Sie führen eine Fernehe.

Am beliebtesten sind das Baugewerbe, die Gastronomie und die Pflege. Kann man den Fachkräftemangel übers Ausland ausgleichen? Dahinter steht auch eine moralische Frage: Ist es gut, den Fachkräftemangel mit Menschen auszugleichen, die vielleicht schlechtere Bedingungen gewöhnt sind? Oder sollte man nicht lieber die Arbeitsumstände so verbessern, dass auch Menschen in Deutschland den Job machen wollen? Mit einem besseren Gehalt? Für Pflegekraft Anastasija stellen sich diese Fragen nicht. Es ist halb fünf Uhr morgens, als sie an diesem Donnerstag im Januar ihr Zimmer im Schwesternwohnheim verlässt. Das Einzelbett ist gemacht, dahinter sind die Bilder ihrer Schutzheiligen ordentlich aufgestellt. Einer deren ist der Patron der Jobsuchenden. Er hat Anastasija schon viel geholfen, sagt sie. Die gnädige Frau geht die wenigen Meter zum Krankenhaus, an den Straßenecken türmen sich kleine Schneeberge auf. Wir haben Winter in Memmingen, an den Wochenenden fahren die Kolleginnen und Kollegen zum Skifahren in die Berge. Anastasija macht Spaziergänge durch die Stadt, lernt Deutschvokabeln, macht Fotos von sich und ihrer Umgebung, hört die Lieder von Annen May Kantereit, ihrer deutschen Lieblingsband, singt mit. Anastasija hat ihr Gesicht hinter der Hornbrille trotz der frühen Uhrzeit makellos geschminkt.

Aber: „Dies Nachtigall, ick hör dir trapsen. unser Land, dies haben wir nicht unser König“, sagt Jussuf. Was bedeutet das Zahlenkürzel 194? Alle im Lager benutzen es so selbstverständlich wie Filmfans 007. Sie meinen die Uno-Resolution von 1948, die Palästinensern ein Rückkehrrecht auf den Grund und boden zubilligt, von welchem sie bei der Staatsgründung Israels vertrieben wurden. Jussuf weiß nicht, ob der Hof nicht seit Längerem eingeebnet ist und wer jetzt, womöglich schon fast 53 Jahre, dort lebt. Wir haben eine Art virtuelle Vaterlandsliebe, ein Phantomschmerz von Heimweh, der ihn plagt. Die Sehnsucht nach etwas Eigenem, Endgültigem, weg vom ewigen Provisorium. Nur eine Übergangslösung bleibt das Lager Wahda für Jussuf und seine Freunde, auch wenn’s längst nicht mehr aus Zelten besteht, sondern zu dem Stadtteil mit Schulen, Krankenhäusern und kleinen Geschäften geworden ist. Wohnort und (Nicht-)Heimat für über 100 000 Menschen, kaum zu unterscheiden von anderen Armenvierteln der Hauptstadt Amman. Kein israelischer Ministerpräsident wird jemals alle rund vier Millionen entwurzelten Palästinenser in das Land ihrer Väter zurückkehren lassen, weil so die Juden zur Minderheit in Israel würden.

Über drei Jahrzehnte lang baute Hussein auf seinen jüngeren Bruder Hassan, der ihn während seiner langen Monate in amerikanischen Krebskliniken immer vertrat. Er ließ Hassan erst in seinen letzten Lebenswochen fallen – der Kronprinz hatte nicht die Unterstützung Washingtons, galt Jordaniens Hauptgeldgebern als zu unabhängig. Abdullah steht nicht in diesem Verdacht. Er hat viele Jahre in den USA verbracht, zuletzt bei den Militärs vom U. S. Central Command in Tampa (Florida). Seine Mutter ist die Tochter eines britischen Offiziers, der in Amman stationiert war (Husseins zweite Frau, zwei weitere Ehen folgten). Als junger Schüler in Massachusetts flüchtete Abdullah gern in den Kleiderschrank, wenn sein Arabischlehrer kam: Englisch war und ist seine Muttersprache. Die Jahre an der amerikanischen Deerfield Academy bezeichnet er zum Befremden mancher jordanischer Würdenträger offen als „die schönsten in meinem Leben“. Auch die Königin, die Wirtschaftswissenschaften studierte, kommt im Westen besser an als im eigenen Land. Die bildhübsche Rania, 30, von US-Medien zur „Diana des Nahen Ostens“ stilisiert, ist zwar Palästinenserin. Aber die Mutter des Prinzen Hussein, sechs, und zweier kleiner Töchter, fühlt sich erkennbar im österreichischen Skiurlaub wohler als im jordanischen Ferienort Akaba.

Beim WM-Riesenslalom der Herren ist die Favoritenrolle mit Marcel Hirscher klar besetzt. Doch eine Erkältung lässt Österreich bangen. Auch Stefan Luitz ist angeschlagen und gibt sich trotzdem kämpferisch. Riesenslalom-Spezialist Stefan Luitz reiste angeschlagen nach Schweden. Luitz ist froh, dass er überhaupt zugegen ist. 26-Jährige vom SC Bolsterlang selbstbewusst an. Er fühle sich fit und wolle „versuchen vorne mitzumischen.“ Aber dafür braucht es einen „Tag, da muss alles passen.“ Noch ist er „nicht 100 Prozent zufrieden“, sagte er zu den Trainingseindrücken. Bis Freitag will er aber das gute Gefühl finden, um mit einer guten Körpersprache „und diesem vollen Angriff“ ins Rennen zu gehen. Einen Podestplatz kann der Allgäuer in der Saison nicht vorweisen. Sein Erfolg von Beaver Creek wurde nach der Sauerstoffaffäre durch den Weltverband FIS wieder gestrichen. Bei Platz vier im Riesenslalom von Saalbach-Hinterglemm und als Fünfter beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia, ließ er sein Potenzial jedoch weiter aufblitzen. Ansonsten lief es durchwachsen: Platz 20, 30 und ein Ausfall füllten die Statistik. Erster Goldkandidat ist allerdings Marcel Hirscher. Doch der kränkelt und sieht seine Chancen nicht bei 100 Prozent. Ein gesunder Hirscher ist jedenfalls der Topfavorit: Der Österreicher tritt als Olympiasieger und Titelverteidiger an. Nach seinem Verzicht auf die Kombination muss der 29-Jährige todsicher voll angreifen, denn die erfolgsverwöhnte rot-weiß-rote Skination steht noch ohne Gold da. In der Saison dominierte Hirscher die Konkurrenz mit fünf Siegen, nur in Saalbach-Hinterglemm musste er sich mit Platz sechs begnügen. Dort siegte überraschend der Slowene Zan Kranjec. Mitfavoriten über den Daumen Podestplätze sind zudem der Norweger Henrik Kristoffersen und der Franzose Alexis Pinturault.

Saalbach Riesenslalom

Riesenslalom in Saalbach-Hinterglemm

Nein, beim Riesenslalom in Saalbach hat keiner der Favoriten gewonnen. Dafür holte sich ein Slowene seinen ersten Weltcupsieg. Stefan Luitz war als Vierter dennoch zufrieden. Zan Kranjec ist der überraschende Sieger des Riesenslaloms von Saalbach-Hinterglemm. Nach Rang vier im ersten Durchgang profitierte der 26-Jährige von Patzern der Konkurrenz und fuhr zu seinem ersten Weltcupsieg. 0,50 Sekunden). Alle zwei Spitzenreiter des ersten Laufes schafften es dagegen nicht ins Ziel. Der Schwede Matts Olsson, der sich im ersten Lauf überraschend ein bisschen weniger Spitze gesetzt hatte, schied nach einem Fahrfehler ebenso aus wie der zweitplatzierte Österreicher Manuel Feller, bei dem sich nach einem Schlag die Bindung öffnete. So war der Weg frei für den Sieg von Kranjec, der es bisher im Weltcup sieben Mal in die Top 5 geschafft hatte und dessen beste Weltcup-Patzierung bisher ein dritter Platz von Alta Badia im Dezember 2017 war. Top-Favorit Marcel Hirscher aus Österreich fuhr diesmal deutlich am Podest vorbei.

Das Missgeschick passierte vor drei Monaten am Flughafen in Chicago. Erik Weihenmayer war auf der Suche nach dem Gate für die Maschine nach Denver, er war ungewohnt spät, nicht allein seinem Hund rannte er durchs Terminal, als er plötzlich hiermit Kopf gegen einen Querbalken knallte. Weihenmayer sackte zu Boden, stöhnte, fühlte Blut über sein Gesicht laufen. Erik Weihenmayer, 44, aus Golden im US-Bundesstaat Colorado ist mit das berühmtesten Extremsportler der Welt, er war aufm Gipfel des Mount Everest, nahm an Ultrarennen durch die Wüste teil, er geht Fallschirm springen, Gleitschirm fliegen und tauchen. Aber wenn im Alltag sein Hund Uri nicht auf ihn aufpasse, sagt Weihenmayer, sei er verloren. Denn Weihenmayer ist blind, Sehkraft null Prozent. Als Weihenmayer drei Jahre alt war, diagnostizierten die Ärzte bei ihm die Krankheit Retinoschisis. Die Netzhaut seiner Augen löste sich ab, als Teenager sah er immer unschärfer, um ihn herum wurde es dunkler. Aufm College in Boston verlor Weihenmayer zuerst sein linkes Auge, später mussten die Ärzte auch sein rechtes entfernen.

Andrea Schönwetter von der Telekom – mit Seminaren, Veranstaltungen, Eintrittskarten für wichtige Messen oder Stipendien. Auf KPMG-Praktikanten wartet ein eigenes Programm mit ähnlichen Angeboten und Seminaren – in schöner Landschaft, selbstverständlich. Roman Dykta, Leiter Personalmarketing bei KPMG. Fest steht, dass Bestenauslese auch weiterhin nur mit feinster Verführung zu locken sein werden. Ein Batzen Geld, Bonus plus sattes Jahresgehalt, mag ja ganz nett sein. Reichen tut’s nicht, da winken sie ab, die Aspiranten: Eine Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum ergab, dass die Vergütung extra für ein knappes Drittel der Befragten eine zentrale Rolle spielt. Wichtiger ist ihnen ihre „persönliche Entwicklung“, eine „kollegiale Atmosphäre“ und ein gutes Verhältnis von Arbeit und Freizeit. Sind bloß nicht blöd, die Top-Kandidaten. Während meines Studiums hatte ich über e-fellows einen Mentor bei Roche Diagnostics. Außerdem nahm ich an einem Logistik-Workshop teil, da haben wir, nebst Führungskräften, diskutiert. Neben anderen der Teilnehmer sollte einen Platz im Assessment-Center bekommen – der ging an mich!

über 1000 Demonstranten wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen in Russland festgenommen, darunter Schüler und Studenten. Am Sonntag waren in 82 Städten über 60.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Korruption in ihrem Land zu demonstrieren. Aufgerufen zu den Protesten hatte der Oppositionelle Alexej Nawalny. Anfang des Monats veröffentlichte der Anwalt, der bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr Staatschef Wladimir Putin herausfordern will, einen Film im Internet. 50 Minuten lang wird gezeigt, welche Reichtümer Premier Dimitrij Medwedew angeblich in Russland und auswärtig angehäuft hat: Großräumige Residenzen, Luxusdatschen, Paläste, teure Boote und Weingüter werden präsentiert. Ausnehmend zwölf Millionen Mal wurde der Film bislang angeklickt. Medwedew hat das Video bisher nicht kommentiert. Entstehen seit geraumer Zeit Spekulationen über ihn, auch dass er womöglich in den kommenden Monaten sein Amt verlieren könnte. Präsident Wladimir Putin hatte vor einigen Tagen verkündet, der Premier habe Grippe. Dann tauchten aber Fotos von Medwedew auf, die ihn beim Skifahren zeigten.

Ich muss dagegen angehen, bevor nichts mehr zu retten ist. Tapfer schlucke ich den Kloß in meinem Hals runter, setze die Skibrille wieder auf und düse los. Ablenkung tut Not. Und tatsächlich schaffe ich es, volle Zeitabstand nur über meine Wedeltechnik und nicht über Holgers Wangengrübchen nachzudenken. Bei der nächsten Schleppliftfahrt wäre ich aber fast wieder rückfällig geworden. Die Jacke des Snowboarders bereit liegend kommt mir verdammt bekannt vor. Luft für den nächsten Satz, der eigentlich „Mein Freund hat genau die gleiche“ lauten sollte. Gerade kurz vor Toresschluss verschlucke ich den Rest, und der Typ kriegt nurmehr ein etwas blödes Grinsen hinterher. Sebastian ist richtig nett, und zufällig ergibt es sich, dass wir uns noch ein paar Mal im Lift begegnen. Und wie es das Schicksal so will, auch gleich noch jeden Abend im einzigen Club am Ort. Der Wodka ist billig, die Musik furchtbar, und Sebastian und ich finden heraus, dass wir beide gleich peinlich zu noch peinlicheren Liedern tanzen können. Nee, hab ich nicht. Ich wollte ja nicht länger über Holger reden! Und ich darf mir erlauben, will ich das auch nicht im Geringsten. Ich genieße es gerade sehr, ganz unverbindlich zu flirten. Zu mehr würde ich es ja sowieso nicht hingehen lassen. Ich bin ja treu. Drei Wodka später legt der DJ „Dreams Are My Reality“ vom „La Boom“-Soundtrack auf, und Sebastian und ich stürzen eifrig zur Tanzfläche, um uns gegenseitig vorzumachen, dass wir beide perfekt den Engtanz der französischen Teenies aus dem Film nachahmen können. Und ich weiß, dass ich etwa zehn Sekunden Zeit für eine Antwort habe, bevor er versuchen wird mich zu küssen. Bei Sekunde fünf schließe ich die Augen.

Lake Louise

Abfahrt in Lake Louise – grandioser Speed-Auftakt von Max Franz

Erstes Speed-Rennen der neuen Saison im kanadischen Lake Louise: Der Österreicher Max Franz legte am Samstag (24.11.2018) auf der Olympia-Abfahrtsstrecke mit Startnummer 1 eine Zeit hin, die keiner mehr unterbieten konnte. Bester Deutscher war nochmals der für Mittenwald startende Thomas Dreßen, der die WM-Norm spontan erfüllte. Franz zeigte bei guten äußeren Bedingungen auf der East-Summit-Strecke, wo nur im oberen Abschnitt ab und and Windböen etwas störten, eine fast fehlerlose Leistung. Er verwies den Italiener Christof Innerhofer um 28 Hundertstel auf Rang zwei. Dritter – mit einem Rückstand von 54 Hundertstel – wurde Innerhofers Teamkollege Dominik Paris, der in Lake Louise 2013 gewonnen hatte. Für den 29-jährigen Franz war es erst der zweite Weltcup-Sieg seiner langen Karriere. In Gröden hatte er im Dezember 2016 seine erste Abfahrt gewonnen. Franz im ORF. Der bis auf den heutigen Tag letzte österreichische Abfahrtserfolg in Kanada war Michael Walchhofer 2010 gelungen. Thomas Dreßen zeigte in Kanada eine solide Leistung. Das reichte – bei einem Rückstand von 78 Hundertstel auf Franz – zu einem siebten Rang. Damit erfüllte der 25-Jährige, der in der vergangenen Saison die Abfahrtsrennen in Kitzbühel und Kvitfjell gewonnen hatte, auf einen Schlag die Norm für die WM-Titelkämpfe in Are/Schweden (5. bis 17. Februar). 2,10 Sekunden) fuhr als 29. immerhin noch in die Weltcuppunkte. Die übrigen deutschen Starter Dominik Schwaiger, Josef Ferstl, Manuel Schmid und Klaus Brandner verpassten die Top 30 teilweise deutlich. Nach den Trainingsleistungen galt eigentlich Beat Feuz als Topfavorit in Lake Louise. Der Schweizer Abfahrts-Gesamtsieger der Saison 2017/18 kam aber nur auf einen etwas enttäuschenden sechsten Rang. Aksel Lund Svindal, der bereits zwei Abfahrten in Lake Louise gewonnen hatte, fuhr nach einem Sehnenriss mit einer Daumenmanschette. Der Norweger belegte diesmal den achten Platz mit einem Rückstand von 80 Hundertstel auf den Sieger.

Staunend sieht ein Häuflein Dorfbewohner tief in den Bergen Afghanistans zu, wie sich ein Profi-Snowboarder aus Neuseeland über eine Schar von Kindern hinweg katapultiert. Anlass des denkwürdigen Aufeinandertreffens von Afghanen und Ausländern ist der Vorstoß, in dem vom Krieg zerrissenen Land den Tourismus zu fördern. Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen und geschäftstüchtige Einheimische versuchen, Snowboarder und Skifahrer auf die unberührten Hänge des Koh-e-Baba-Gebirges mit seinen so weit wie 5000 Meter hohen Gipfeln zu locken. Sie wollen etwas für die Provinz Bamijan tun, wo einst die riesigen, 2001 von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen standen. Als wenn ich es geahnt hätte, dass das nicht einfach ist – Bamijan zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Zwar gehts in Bamijan relativ friedlich zu, doch lassen sich beinahe so abenteuerlustige Reisende nur schwer zu einem Besuch bewegen. In Kabul gelandet, an der Zeit sein mangels Linienverkehr einen Diplomaten- oder Hilfsflug nach Bamijan zu erwischen. Einige Hartgesottene wählen das Auto als Verkehrsmittel und trotzen auf der sechsstündigen Fahrt der Gefahr, ausgeraubt oder entführt zu werden.

Bei eisigen Temperaturen sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sportliche Aktivitäten besser nach drinnen verlegen, rät Stefan Sack, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin sowie des Notfallzentrums der München Klinik Schwabing. Er rät außerdem, Medikamente in Absprache hiermit Arzt morgens einzunehmen, weil der Blutdruck dann meist am höchsten ist. Bei akuten Brustschmerzen sollten Betroffene außerdem ein Nitrospray als Notfallmedikament dabeihaben. Menschen mit koronaren Vorerkrankungen sollten das Schneeschippen zudem lieber anderen überlassen. Außerdem sei es wichtig, sich warm zu halten – auch domiziliert sein. Auch Menschen ohne Vorerkrankungen sollten sich vor der Kälte schützen. Zwar ist es nicht nachgewiesen, dass zu dünne Kleidung zu mehr Erkältungen führt, aber bei niedrigen Temperaturen überleben Viren schon lange ohne den Wirt. Außerdem verbringen viele winters mehr Zeit gemeinsam in geschlossenen Räumen, was die Ansteckungsgefahr erhöht. Heizungsluft trocknet zudem die Schleimhäute aus und macht es Krankheitserregern leichter, sich einzunisten. Wer Infektionen vermeiden will, sollte regelmäßig lüften, Hände waschen und Abstand zu Erkälteten halten. Haben sich dennoch Krankheitserreger breitgemacht, hilft nur Auskurieren. Nicht eher als keine Erkältungssymptome mehr auftreten, sollten Betroffene wieder Sporteln.

Einen halben Liter Schnaps hatte Sergei für jede person seiner Gäste Dauer vorgesehen. Wiemers sagte, sie könnten unmöglich so viel trinken. Sergei antwortete, das gehöre bei seinen Leuten dazu. 60 Kilometer pflügte die Reisegruppe bei minus 20 Grad durch die Schneewüste Richtung Berge. Wiemers hatte sich für den Trip fünf Schichten Kleidung übergezogen, sogar Handschuhe in die Hosen gesteckt. Er verschanzte sich, so gut es ging, hinter seinem Fahrer, aber der eisige Wind drang durch die kleinste Öffnung. Für einen Extremskifahrer eine bemerkenswerte Aussage. Als Wiemers nach sechs Stunden Fahrt im Lager an der verlassenen Bahnstation Sob vom Rücksitz kroch, waren seine Beine so unterkühlt, dass die Muskeln beinahe ihren Dienst versagten. Er hatte sich auf eines der umliegenden Ferienhäuschen gefreut, auf Wärme und eine heiße Dusche. Doch Sergei zeigte nur auf einen eingeschneiten Eisenbahnwaggon, daneben ein Holzverschlag mit Plumpsklo. Die Unterkunft entpuppte sich jedoch als gemütliches Domizil mit Wandvertäfelung, Holzofen und bequemen Schlafkojen.